Orange
Orange steht im Teehandel nicht für die Frucht, sondern für das niederländische Königshaus Oranien. Der Begriff wanderte über die Handelswege nach Asien und zurück nach Europa – und wurde dort zu einem stillen Qualitätssignal.
„Orange“ bedeutete ursprünglich: königlich, vornehm, besonders gut. Ein Wort, das Prestige trug. Und genau dieses Prestige klebte sich später an die Blattgrade wie Orange Pekoe – nicht wegen der Farbe, nicht wegen Zitrus, sondern wegen der Idee von königlicher Güte.
Es ist ein schönes Missverständnis der Teegeschichte: Ein Name, der heute überall auftaucht, aber eigentlich aus einer Dynastie stammt, nicht aus einem Obstkorb.
