Nilgiri
In Südindien, dort wo die Hügel wie weiche Wellen ineinanderlaufen, liegen die Nilgiri – die „Blauen Berge“. Morgens hängt ein feiner Dunst über den Hängen, und die Teesträucher wirken, als würden sie darin atmen.
Der Tee, der hier wächst, ist kein lauter Charakter. Er ist ein Hochlandtee, der die Höhe nicht zur Schau stellt, sondern sie in eine helle, klare, fast kühle Aromatik verwandelt. Ein Tee, der nicht drängt, sondern gleitet.
Nilgiri schmeckt, als würde man einen Schritt in diese Berge machen: ein bisschen blumig, ein bisschen frisch, ein bisschen frei. Weder so filigran wie Darjeeling, noch so dunkel wie Assam Tee – eher ein freundlicher Zwischenraum, ein Tee, der sich nicht aufdrängt, aber bleibt.
