Ist Kamille gut für die Augen?

Kamille gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen und wird traditionell als Tee getrunken. Oft hört man auch den Tipp, Kamillentee bei gereizten oder entzündeten Augen anzuwenden. Doch ist Kamille wirklich gut für die Augen – oder kann sie sogar schaden?
Kamille am Auge: Vorsicht geboten
Kamille gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Menschen, die empfindlich auf diese Pflanzenfamilie reagieren – etwa auch auf Arnika, Schafgarbe oder Ringelblume – sollten Kamille nicht im Augenbereich anwenden.
Ein besonderes Problem sind die feinen Härchen und Partikel der Kamillenblüten.
Selbst bei gut gefiltertem Kamillentee können kleine Pflanzenreste zurückbleiben, die:
- das Auge mechanisch reizen
- Rötungen verstärken
- ein Fremdkörpergefühl verursachen
- Entzündungen verschlimmern können
Gerade das Auge reagiert extrem empfindlich auf solche Partikel.
🚫 Kamille gehört in die Tasse – nicht ins Auge
Entgegen vieler alter Hausmittel-Tipps gilt heute:
Kamillentee ist nicht für die Anwendung am Auge geeignet.
Die mögliche reizende Wirkung überwiegt den Nutzen, vor allem bei:
- gereizten Augen
- Bindehautentzündung
- trockenen oder empfindlichen Augen
Kamille ist hervorragend als Tee zum Trinken, aber nicht als Augenkompresse.
👉 Grundinformationen zur Pflanze findest du im Artikel „Kamille – Zubereitung und Geschichte“.
Was ist besser geeignet als Kamille?
Für die Augenpflege werden stattdessen häufig genutzt:
- sterile Augenspüllösungen
- physiologische Kochsalzlösung
speziell dafür geeignete Augenkräuter (z. B. Augentrost in pharmazeutischer Qualität)
Bei anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker gefragt werden.
Fazit
Kamille ist ein bewährtes Heilkraut für viele Anwendungen – für die Augen jedoch ungeeignet. Durch feine Pflanzenpartikel kann sie das Auge zusätzlich reizen und Beschwerden sogar verstärken. Kamillentee gehört deshalb in die Tasse, nicht ins Auge.
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