Pyrrolizidinalkaloide (PA) im Tee – was bedeutet das?

Pyrrolizidinalkaloide im Tee

In den letzten Jahren wurde vermehrt über Pyrrolizidinalkaloide (PA) im Tee berichtet. Diese natürlichen Pflanzenstoffe können in verschiedenen Kräuter- und Teesorten vorkommen. Besonders Verbraucher fragen sich, was Pyrrolizidinalkaloide genau sind, wie sie in Tee gelangen und ob sie ein Risiko darstellen.

Was sind Pyrrolizidinalkaloide?

Pyrrolizidinalkaloide sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die von vielen Pflanzenarten gebildet werden. Sie dienen den Pflanzen als natürlicher Schutz vor Fressfeinden. Weltweit sind mehrere tausend Pflanzenarten bekannt, die Pyrrolizidinalkaloide enthalten können.

Diese Stoffe kommen nicht nur in Teepflanzen vor, sondern auch in:

  • Wildkräutern
  • Honig
  • Pollenprodukten
  • Salat und Blattgemüse
  • Getreide

Wie gelangen Pyrrolizidinalkaloide in Tee?

Pyrrolizidinalkaloide gelangen meist nicht direkt aus der Teepflanze in den Tee, sondern über:

  • mitgeerntete Wildkräuter
  • Verunreinigungen bei der Ernte
  • Vermischung von Pflanzenteilen während der Verarbeitun

Da Tee und Kräutertee Naturprodukte sind, lässt sich das Auftreten solcher Pflanzenstoffe nicht vollständig vermeiden.

Welche Tees können betroffen sein?

Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigten, dass Pyrrolizidinalkaloide unter anderem in folgenden Tees nachgewiesen werden können:

  • Fencheltee
  • Kamillentee
  • Pfefferminztee
  • Brennnesseltee
  • Melissentee
  • Kräuterteemischungen
  • Grüntee
  • Schwarztee
  • Rotbuschtee

Auch andere Lebensmittel können Spuren enthalten.

Wie werden Pyrrolizidinalkaloide bewertet?

Das BfR und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beschäftigen sich mit der Bewertung dieser Stoffe. Dabei wird vor allem untersucht:

  • in welchen Mengen sie vorkommen
  • wie regelmäßig sie aufgenommen werden
  • wie sich langfristige Aufnahmen auswirken könnten

Derzeit gibt es keine einheitlich festgelegten gesetzlichen Grenzwerte für Pyrrolizidinalkaloide in Lebensmitteln. Die Forschung bewertet vorhandene Daten laufend neu.

Ist Tee wegen PA unsicher?

Nach derzeitigem Kenntnisstand gilt:

  • Tee und Kräutertee werden regelmäßig kontrolliert
  • Hersteller unterliegen strengen lebensmittelrechtlichen Vorgaben
  • bei üblichem Teekonsum gilt Tee als unbedenklich

Das BfR weist selbst darauf hin, dass bisherige Untersuchungen nicht repräsentativ für alle Teesorten sind. Deshalb lassen sich einzelne Ergebnisse nicht pauschal auf alle Produkte übertragen.

Wie kann man als Verbraucher damit umgehen?

Empfohlen wird allgemein:

  • abwechslungsreiche Getränkeauswahl
  • verschiedene Teesorten im Wechsel trinken
  • nicht dauerhaft nur eine Sorte konsumieren
  • auf geprüfte Qualität achten

So lässt sich die Aufnahme einzelner Pflanzenstoffe begrenzen.

Fazit

Pyrrolizidinalkaloide sind natürliche Pflanzenstoffe, die in vielen Pflanzenarten vorkommen können. Auch Tee kann in Spuren betroffen sein, meist durch mitgeerntete Wildpflanzen. Nach aktuellem Stand gilt der Genuss von Tee in üblichen Mengen als unbedenklich. Wichtig bleibt eine abwechslungsreiche Ernährung und eine vielfältige Getränkeauswahl.

❓ FAQ – Pyrrolizidinalkaloide im Tee

Was sind Pyrrolizidinalkaloide (PA)?
Das sind natürliche Pflanzenstoffe, die von vielen Pflanzen als Schutz gebildet werden.

Kommen Pyrrolizidinalkaloide nur in Tee vor?
Nein, sie können auch in Honig, Salat, Kräutern und Getreide vorkommen.

Sind alle Tees betroffen?
Nein, nicht jeder Tee enthält PA. Nachweise wurden bei verschiedenen Kräuter- und klassischen Tees gemacht.

Ist Tee mit PA gefährlich?
Bei normalem Teekonsum gilt Tee nach aktuellem Wissen als unbedenklich.

Wie kann man das Risiko verringern?
Durch Abwechslung bei den Teesorten und insgesamt vielfältige Ernährung.

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2 Kommentare

  1. wenn das BfR eine Liste veröffentlicht, muss es auch eine Analysenmethode geben. Wohl ein kleiner Denkfehler seitens des Authors 🙂

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