Korrektes Mate Tee Ritual – so trinkt man Mate in Südamerika

Das korrekte Mate Tee Ritual ist in Südamerika ein fester Bestandteil des Alltags und Ausdruck von Gemeinschaft und Respekt. Mate wird traditionell aus einer Kalebasse getrunken und mehrfach aufgegossen. Entscheidend sind die richtige Vorbereitung der Yerba Mate, die Position der Bombilla und eine kontrollierte Wassertemperatur.
Das korrekte Mate Tee Ritual ist weit mehr als eine Art der Zubereitung – es ist ein soziales und kulturelles Erlebnis. In Ländern wie Argentinien, Uruguay, Paraguay und Teilen Brasiliens wird Mate gemeinsam getrunken, weitergereicht und zelebriert. Jede Bewegung folgt dabei einer bewährten Tradition.
Das Trinkgefäß – die Kalebasse vorbereiten
Für das korrekte Mate Tee Ritual verwendet man eine Kalebasse, ein Trinkgefäß aus getrocknetem Kürbis, Holz oder Keramik.
Die Kalebasse wird etwa zur Hälfte mit Yerba Mate gefüllt. Anschließend verschließt man die Öffnung mit der Hand, dreht das Gefäß um und schüttelt es leicht.
So trennen sich die feinen, pulvrigen Bestandteile von den gröberen Blättern.
Durch vorsichtiges Kippen und Drehen sammeln sich die groben Teile am Boden – ein wichtiger Schritt, um ein Verstopfen der Bombilla zu vermeiden.
Mate anfeuchten und Bombilla einsetzen
Die Yerba Mate wird nun leicht angefeuchtet und sanft angedrückt.
Dabei entsteht auf einer Seite der Kalebasse eine Schräge, während die andere Seite frei bleibt.
Jetzt wird die Bombilla – der traditionelle Metallstrohhalm mit Sieb – schräg in die freie Hälfte gesteckt.
Anschließend lässt man die Mate kurz ruhen, damit sie quellen kann.
Dieser Schritt ist essenziell für ein harmonisches Geschmackserlebnis.
Aufgießen nach traditioneller Art
Beim korrekten Mate Tee Ritual wird stets entlang der Bombilla aufgegossen.
So bleibt die angedrückte Yerba stabil und wird nicht aufgewirbelt.
Wichtig:
- Das Wasser darf nicht kochen
- Ideal sind etwa 70–80 °C
Zu heißes Wasser würde die Yerba Mate „auswaschen“ und bittere, kurze Aufgüsse erzeugen.
Der Mate wird viele Male aufgegossen.
Solange sich beim Aufgießen kleine Bläschen bilden, ist die Yerba noch aktiv.
Wann ist die Mate aufgebraucht?
Die Mate gilt als erschöpft, wenn:
- keine Bläschen mehr entstehen
- einzelne Mateblätter oben schwimmen
- der Geschmack deutlich flach wird
Hat man von Beginn an nur eine Seite aufgegossen, kann man nun den Strohhalm versetzen – ein Schritt, der als „dar vuelta al mate“ (den Mate herumdrehen) bezeichnet wird.
Erst wenn auch diese Seite keinen Geschmack mehr liefert, wird die Kalebasse neu befüllt.
Mate als Zeichen von Gemeinschaft
Traditionell wird Mate nicht allein, sondern in der Runde getrunken.
Eine Person – der Cebador – bereitet den Mate zu und reicht ihn weiter.
Die Kalebasse wird ausgetrunken und zurückgegeben, ohne sich zu bedanken – Dank bedeutet, dass man keinen weiteren Mate mehr möchte.
👉Interessante Informationen: UNESCO Weltkulturerbe Yerba Mate
- Mate Tee – Herkunft, Kultur und Bedeutung in Südamerika
- Stevia – Wissenswertes über das natürliche Süßkraut
👉Es gibt noch viele weitere Teekulturen auf der Welt
Fazit
Das korrekte Mate Tee Ritual vereint Handwerk, Geduld und Gemeinschaft.
Wer Mate auf diese traditionelle Weise zubereitet, erlebt nicht nur einen Tee, sondern ein jahrhundertealtes Kulturgut Südamerikas – intensiv, verbindend und entschleunigend.
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