Oolong Ali Shan

Oolong Ali Shan lose in einer weißen Teeschale.

Der Oolong Ali Shan gehört zu den feinsten Hochlandtees Taiwans und begeistert mit einer zarten, frühlingshaften Leichtigkeit. Sein Duft und seine helle Tasse spiegeln die reine Bergluft wider, aus der er stammt.

„Ein guter Tee trägt den Himmel in sich – und schenkt ihn jedem, der ihn trinkt.“

Dieser nur leicht fermentierte Oolong entfaltet ein satt dunkelgrünes Blatt, das sich beim Aufguss sanft öffnet und eine klare, gelblich schimmernde Tassenfarbe hervorbringt. Schon beim ersten Duft zeigt sich seine Herkunft: blumig, süßlich, mit einer feinen, fast schwebenden Eleganz, die typisch für die Hochlagen des Ali‑Shan‑Gebirges ist. Die frische Bergluft, die kühlen Nächte und die intensive Sonneneinstrahlung verleihen diesem Tee eine unverwechselbare Reinheit.

Am Gaumen zeigt sich der Oolong Ali Shan mild, weich und federleicht. Seine frühlingshafte Zartheit erinnert an junge Knospen, die gerade erst erwachen, und an den ersten warmen Wind nach einem langen Winter. Die Süße ist dezent, niemals aufdringlich, und begleitet den Trinkenden wie ein leiser Nachhall. Auch kalt aufgegossen bleibt der Tee harmonisch und klar – ein idealer Begleiter für heiße Tage, an denen er erfrischt, ohne zu beschweren.

Seine Vielseitigkeit macht den Oolong Ali Shan zu einem Tee, der sowohl Einsteiger als auch Kenner begeistert. Während die einen seine Leichtigkeit schätzen, entdecken die anderen die feinen Nuancen, die sich mit jedem Aufguss weiter entfalten. Der Tee bleibt dabei stets ausgewogen und zeigt keine Bitterkeit, selbst wenn er etwas länger zieht. Das macht ihn zu einem unkomplizierten, aber dennoch anspruchsvollen Genuss.

Besonders beeindruckend ist die Tiefe, die sich erst nach mehreren Aufgüssen zeigt. Dann treten florale Noten hervor, die an Orchideen erinnern, begleitet von einer sanften Süße, die fast an frische Bergblüten erinnert. Diese Entwicklung im Geschmack ist typisch für hochwertige taiwanische Oolongs und zeigt die Sorgfalt, mit der dieser Tee verarbeitet wurde.

Ein zarter, blumiger Hochland‑Oolong mit frühlingshafter Leichtigkeit und klarer Tasse.
Ideal für Genießer, die feine Nuancen und sanfte Süße lieben.

Zubereitung von Oolong Ali Shan

Für den Oolong Ali Shan empfiehlt sich weiches Wasser und eine Temperatur von etwa 85–90 °C. Das Blatt benötigt Raum, um sich vollständig zu entfalten, daher eignet sich eine Kanne oder ein Gaiwan besonders gut. Die erste Ziehzeit beträgt rund 1,5–2 Minuten, danach können mehrere Aufgüsse folgen, die jeweils etwas kürzer oder länger gestaltet werden dürfen. Mit jedem Aufguss zeigt der Tee neue Facetten – von blumig‑leicht bis hin zu sanft‑süß und weich im Abgang.

Wissenschaft – Fermentation

Die leichte Fermentation des Oolong Ali Shan bewegt sich im Bereich zwischen grünem und stärker oxidiertem Oolongtee. Während der Verarbeitung werden die Zellstrukturen des Blattes nur minimal aufgebrochen, sodass Enzyme und Sauerstoff in begrenztem Maße miteinander reagieren. Dadurch entstehen die typischen floralen Aromen, ohne dass die frische, pflanzliche Grundstruktur verloren geht. Die geringe Oxidation bewahrt zudem einen hohen Anteil an Catechinen und Polyphenolen, die für die sanfte Süße und die klare Tassenfarbe verantwortlich sind. Gleichzeitig entwickeln sich flüchtige Aromastoffe, die den charakteristischen Duft nach Blüten und frischem Bergwind erzeugen.

Oolong Ali Shan – Herkunftsmerkmale

Verarbeitung, Besonderheiten

  • Schonende Teiloxidation, die nur die äußeren Blattbereiche erfasst und so die frühlingshafte Leichtigkeit bewahrt.
  • Handgerollte Blattkügelchen, die sich beim Aufguss langsam öffnen und ihre Aromen schrittweise freigeben.
  • Kühle Hochlagen über 1.000 m, die dem Tee seine klare Süße und die feine Struktur verleihen.
  • Mehrstufige Röstung, die extrem mild gehalten wird, um die floralen Noten nicht zu überdecken.
  • Ausgewogene Aromatik, die von natürlicher Süße bis zu zarten Blütennuancen reicht, ohne je schwer zu wirken.

Herkunft / Region

  • Ali‑Shan‑Gebirge in Taiwan, bekannt für seine nebelverhangenen Höhenlagen und ideale Teeklimazonen.
  • Kühle Nächte und warme Tage, die das Wachstum verlangsamen und die Aromenkonzentration erhöhen.
  • Reiche vulkanische Böden, die dem Tee Mineralität und Tiefe verleihen.
  • Traditionelle Teegärten, die oft in Terrassenform angelegt sind und nachhaltig bewirtschaftet werden.
  • Starke Teekultur der Region, die seit Generationen auf hochwertige Oolong‑Produktion spezialisiert ist.

Weiterführende Informationen: Antioxidative Aktivität

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