Wirkt weißer Tee auf die Fettzellen?

Wie wirkt weißer Tee auf die Fettzellen?

Ist vielleicht der weiße Tee DIE Lösung im Kampf gegen das weit verbreitete Übergewicht?

Eine Studienreihe hat den günstigern Einfluss des weißen Tees auf die menschlichen Fettzellen gezeigt.

Die Bildung neuer Fettzellen (Adipozyten) wird vom Extrakt des pflanzlichen Aufgusses behindert und unterstützt zudem den Fettabbau in den vorhandenen reifen Fettzellen.

Das Forschungsteam der deutschen Beiersdorf AG, geleitet von Marc Winnefeld, beobachtete die biologischen Effekte eines Extrakts aus Weißem Tee (aus der Sorte Camellia Sinensis) auf die menschlichen Fettzellen. Zuerst wurden Vorläuferzellen (Präadipozyten) entnommen, aus denen sich reife Fettzellen entwickeln konnten und diese wurden im Labor kultiviert.

Früher nahm man an, dass der Mensch über eine bestimmte Anzahl von Fettzellen verfügt und sich das Übergewicht allein durch die Füllung der Zellen bildet. Heute ist man sich jedoch sicher, dass sich neue Fettzellen aus den bereitgehaltenen Vorläufern nachbilden können. Zu diesem Prozess sind einige Stoffe nötig, bzw. beteiligt, welche bisher nur teilweise erforscht sind.

Die Vorläuferzellen (Präadipozyten) brauchen auf alle Fälle einen Anstoß, um adipozyten-spezifische Gentypen herauszubilden und müssen dann mit eingelagertem Fett gefüllt werden, um anwachsen zu können.

Reduzierte Genexpression (= die Umsetzung der in der DNA gespeicherten genetischen Information in ein Genprodukt, meist ein Protein) und höherer Fettabbau in reifen Fettzellen. Nach der Behandlung der Vorläuferzellen (Präadipozyten) mit dem Extrakt aus weißem Tee stellte man fest:

Während der Bildung der neuen Fettzellen im Vergleich zu unbehandelten Zellen wurde merklich weniger Fett eingelagert.

Insgesamt zeigte sich die Entwicklung einer Fettzelle aus der Vorläuferzelle (Präadipozyten) seltener. Forscher Marc Winnefeld folgerte daraus, dass das Tee Extrakt die Bildung des dazu benötigten Gens behindere.

Zu guter Letzt bauten die herangereiften Fettzellen in größerem Umfang das Fett wieder ab.

Es zeigte sich neben dem erhöhten Aufkommen von Triglycerin auch eine stärkere Aktivität fettabbauender Lipide. Die schlank machenden Wirkstoffe im weißen Tee sind die Polyphenole und Methylxanthin.

Weißer Tee wird aus den Knospen und jungen Trieben der Pflanze gewonnen und ist am wenigsten künstlich verändert und erhält in höherer Konzentration Inhaltsstoffe, die nach Einschätzung des Forschers Marc Winnefelds, auf die körperliche Zellentwicklung Einfluss nehmen können, wie z.B. Methylxanthin, Polyphenol und Epigallotechin-3-Gallat.

Diese drei Bestandteile scheinen im Wesentlichen dafür die Verantwortung zu tragen, dass sowohl die Lipide aktiver und in höherer Anzahl den Fettabbau in reifen Zellen vorantreiben als auch die Vorläuferzellen (Präadipozyten) )daran gehindert werden, zu neuen Fettzellen heranzuwachsen.

Die Forscher schöpfen Hoffnung aus diesen Studienergebnissen, dass weißer Tee als natürliches Mittel mit schlank machenden Substanzen zur Lösung des Problems des Übergewichts beitragen könnte.

Diese Studie wurde im BioMed Central´s Open Access Journal veröffentlicht.

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