Oolong Ginseng – Lan Gui Ren mit feiner Würze

Oolong Ginseng, bekannt als Lan Gui Ren oder Ren Shen, überrascht mit olivgrünen Teekugeln, feiner Süße und einer sanften Würze von Ginseng und Süßholz.
Oolong Ginseng – kleine Teekugeln mit großem Charakter
Auf den ersten Blick sieht dieser Tee gar nicht unbedingt nach klassischem Oolong aus.
Die kleinen, fest gerollten Kugeln erinnern eher an olivgrüne Nuggets als an die großen, geöffneten Blätter, die man von vielen Oolongtees kennt. Doch genau darin liegt der besondere Reiz des Oolong Ginseng, der auch unter den Namen Lan Gui Ren oder Ren Shen bekannt ist.
Seine Grundlage bildet ein grüner Oolong aus China, der mit Ginseng und einer feinen Süßholznote verfeinert wird.
Das Ergebnis ist ein ungewöhnlich weicher Tee mit einer zarten Süße und einer angenehm würzigen Tiefe.
Vom Teeblatt zum kleinen Nugget
Für diesen Tee werden junge Blatttriebe verwendet. Nach dem Welken und Rollen werden sie mit einer feinen Ginseng-Süßholz-Mischung versehen und anschließend getrocknet.
Dadurch entsteht die charakteristische Form, die den Lan Gui Ren so leicht erkennbar macht.
Erst im heißen Wasser zeigt sich, was tatsächlich in diesen kleinen Kugeln steckt. Die Teeblätter beginnen sich zu entfalten und geben nach und nach ihre Aromen ab.
In der Tasse erscheint der Aufguss goldgrün und klar.
Weich, süßlich und fein würzig
Geschmacklich zeigt sich der Oolong Ginseng ausgesprochen zugänglich.
Der Oolong selbst bringt eine weiche, leicht grüne Grundlage mit. Dazu kommen die würzigen und süßlichen Nuancen des Ginsengs und des Süßholzes.
Dabei entsteht kein aufdringlicher Kräutergeschmack. Vielmehr verbindet sich alles zu einem runden, delikaten Gesamteindruck.
Besonders schön ist der Nachklang: Eine dezente Süße bleibt noch eine Weile am Gaumen und macht neugierig auf den nächsten Schluck.
Das ist ein Tee, bei dem man durchaus einmal innehalten sollte. Nicht schnell trinken, sondern die kleinen Veränderungen zwischen den Schlucken wahrnehmen.
Ein Tee, der mehrere Runden mag
Die kleinen Kugeln haben noch einen weiteren Vorteil: Der Oolong Ginseng ist ausgesprochen ergiebig.
Die Blätter entfalten sich mit jedem Aufguss weiter. Während der erste Aufguss noch stärker von der Ginseng-Süßholz-Note geprägt sein kann, verändert sich das Zusammenspiel bei den weiteren Aufgüssen.
Dadurch eignet sich Lan Gui Ren wunderbar für eine kleine Teezeremonie zu Hause.
Ein Aufguss für den ersten Eindruck.
Ein zweiter zum genaueren Hinschmecken.
Und vielleicht noch ein dritter, weil man wissen möchte, was die geöffneten Blätter jetzt noch zu erzählen haben.
Ginseng und Tee – eine ungewöhnliche Verbindung
Ginseng wird in der asiatischen Kultur seit Jahrhunderten geschätzt und vor allem wegen seiner Wurzel verwendet. Auch die Verbindung von Ginseng mit Tee hat eine lange Tradition.
Bei diesem Oolong steht jedoch nicht irgendein Gesundheitsversprechen im Vordergrund, sondern der Geschmack.
Die würzige Ginsengnote, die leichte Süße des Süßholzes und der weiche Oolong ergeben eine Kombination, die deutlich anders schmeckt als ein klassischer reiner Oolong.
Wer gerne ungewöhnliche Tees entdeckt, sollte Lan Gui Ren deshalb einmal ausprobieren.
Zutaten
- Oolongtee – bildet die weiche und fein aromatische Teebasis
- Ginseng – bringt eine charakteristische würzige und leicht herbe Note ein
- Süßholz – ergänzt die Mischung mit einer natürlichen, angenehm süßlichen Würze
Wie alle klassischen Tees aus der Teepflanze enthält auch Oolong verschiedene natürliche Inhaltsstoffe. Dazu gehören beispielsweise Koffein, Theophyllin und Gerbstoffe.
Zubereitung des Oolong Ginseng
Hier darf das Wasser ruhig etwas heißer sein. Bringen Sie es zum Kochen und lassen Sie es anschließend auf etwa 90 °C abkühlen.
Für einen Liter Wasser können Sie 3–5 Teelöffel der kleinen Oolong-Kugeln verwenden.
Beim ersten Aufguss sind etwa 2–3 Minuten eine gute Orientierung.
Und dann kommt der schöne Teil: Lassen Sie die Blätter nicht einfach im Teesieb liegen, sondern genießen Sie den Tee in mehreren Aufgüssen.
Beim zweiten Aufguss können Sie die Ziehzeit zunächst etwas verkürzen. Bei den folgenden Aufgüssen lässt sich wieder etwas verlängern.
Beobachten Sie dabei ruhig einmal die Teeblätter. Aus den kleinen, unscheinbaren Kugeln werden nach und nach erstaunlich große, vollständig entfaltete Blätter.
Manchmal verbirgt sich unter einer kleinen Kugel ein erstaunlich großer Teegenuss.
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