Oolong Jin Xuan – der cremige Milky Oolong

Oolong Jin Xuan ist bekannt für seinen weich-cremigen Charakter mit feinen Karamellnuancen. Nicht umsonst trägt dieser blaue Tee den Beinamen Milky Oolong.
Oolong Jin Xuan – ein Oolong mit cremiger Seite
Manche Tees überraschen bereits beim ersten Schluck.
Oolong Jin Xuan gehört definitiv dazu.
Sein Charakter ist weich und rund, begleitet von einer dezenten sahnigen Note und einem Hauch Karamell. Dadurch entsteht ein ungewöhnlich cremiger Eindruck, der diesen Oolong von vielen anderen Sorten unterscheidet.
Nicht umsonst wird Jin Xuan häufig als Milky Oolong oder Milch Oolong bezeichnet.
Dabei ist Milch selbstverständlich nicht notwendig, um seinen cremigen Charakter zu genießen.
Woher kommt der Milky Oolong?
Jin Xuan ist eine bekannte Teesorte aus Taiwan und wird dort unter anderem für Oolongtees verwendet.
Der Name Jin Xuan bedeutet sinngemäß „Goldene Lilie“ und bezeichnet eine spezielle Teesorte beziehungsweise Kultivarsorte der Teepflanze.
Seine besondere Beliebtheit verdankt Jin Xuan vor allem seinem weichen, cremigen Geschmacksbild.
Je nach Herstellung und Verarbeitung kann der Charakter unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Varianten erinnern stärker an Milch oder Sahne, andere zeigen zusätzlich florale, süßliche oder karamellige Nuancen.
Ein blauer Tee mit weichem Charakter
Oolong wird auch blauer Tee genannt.
Bei seiner Herstellung wird die Oxidation gezielt gesteuert. Dadurch entsteht ein Tee, der geschmacklich zwischen den typischen Eigenschaften von Grüntee und Schwarztee liegen kann.
Beim Jin Xuan zeigt sich diese Besonderheit von seiner besonders sanften Seite.
Der Aufguss wirkt rund und weich, während die feine Karamellnote für eine angenehme Süße sorgt.
Ein kleiner Trick bei der Zubereitung
Beim Jin Xuan kann die Ziehzeit den Charakter des Aufgusses deutlich beeinflussen.
Wer ihn eher leicht und elegant mag, sollte mit einer kürzeren Ziehzeit beginnen.
Lässt man die Blätter etwas länger ziehen, kann die cremige Seite stärker hervortreten.
Das macht den Tee interessant für kleine Verkostungen:
Einmal kurz aufgegossen – und danach etwas länger.
Schon hat man zwei unterschiedliche Facetten desselben Oolongs in der Tasse.
Warum schmeckt Tee manchmal nach Milch oder Karamell?
Das ist eine der faszinierenden Seiten der Teewelt.
Tee enthält eine Vielzahl natürlicher Aromastoffe. Bei der Verarbeitung der Blätter entstehen und verändern sich zahlreiche Verbindungen, die später unseren Geruchs- und Geschmackseindruck beeinflussen.
Deshalb können wir bei einem Tee beispielsweise an Karamell, Blumen, Früchte, Holz oder Milch denken, obwohl diese Lebensmittel gar nicht enthalten sind.
Beim Jin Xuan entsteht daraus sein charakteristischer cremiger Eindruck.
Zubereitung des Oolong Jin Xuan
- Für einen Liter Wasser etwa 3–4 Teelöffel Tee verwenden.
- Das Wasser nach dem Aufkochen auf ungefähr 85–90 °C abkühlen lassen und die Teeblätter übergießen.
- Für einen ersten, eher sanften Aufguss reichen etwa 2–3 Minuten
Cremiger oder lieber zart?
Hier darfst du ausprobieren.
Für einen leichten und floralen Eindruck den Tee etwas kürzer ziehen lassen.
Wer den typischen cremigen Charakter stärker erleben möchte, kann die Ziehzeit vorsichtig verlängern.
Noch schöner wird es mit mehreren Aufgüssen: Die Blätter können erneut mit heißem Wasser übergossen werden und entwickeln dabei oft wieder andere Nuancen.
Gerade bei einem guten Oolong lohnt sich dieses kleine Experiment.
Infobox
- Teeart: Oolong
- Herkunft: Taiwan
- Charakter: weich, rund und cremig
- Geschmack: sahnig mit feinen Karamellnuancen
- Verarbeitung: halbfermentiert
- Besonderheit: ausgeprägt cremiger Charakter ohne Milch
- Zubereitung: längere Ziehzeit verstärkt den cremigen Eindruck
- Aufgüsse: für mehrere Aufgüsse geeignet
- Inhaltsstoffe: unter anderem Aminosäuren und Catechine
Manchmal braucht es keine Milch – ein guter Oolong kann selbst nach einem kleinen Tropfen Sahne schmecken.
Weiterführende Artikel im Teelexikon:
- Oolong Tee – Herkunft und Wirkung
- Oolongtee vs Grüner Tee – Unterschiede & Wirkung
- Mehr über hochwertige Teesorten und Ihre Besonderheiten.
